Sonder: Familie

[SiS] Meine kleine, süße in Polen

Vorab, für diejenigen, die es nicht wissen. An sich habe ich sogesehen keine Sis. Allerdings verstehen wir uns so gut, dass es irgendwann dazu kam, dass wir nun wie Bruder und Schwester sind. Meine süße ist nun seit Sonntag in Polen. Mitlerweilig haben wir Mittwoch, 00:29Uhr. Die Hälfte ist nun fast vorbei. Habe seitdem ich wusste, dass sie nach Polen fährt ein ungutes Gefühl gehabt & mir Sorgen gemacht. Doch Montag sah ich dann im WhatsApp, dass sie Online war – sie darf bei denen wohl über WLAN rein. Natürlich hab ich ihr direkt geschrieben – und ich bekam auch ziemlich schnell ’ne Antwort. Ihr gefällt es soweit, die Leute sind wohl auch ganz nett – also super ist’s wohl nicht, aber in Ordnung. Ihr geht’s soweit gut & das ist die Hauptsache. Habe ihr gestern (Dienstag) auch nochmal geschrieben, aber da war sie nicht Online, außer morgens kurz – wo ich aber noch schlief. Mal abwarten, vielleicht schreibt sie ja heute noch zurück – ansonsten schreibe ich ihr Donnerstag nochmal. Will ja wissen, wie es meiner geilen geht & ihr auch zeigen, dass ich mich für sie interessiere. Nun gut, dennoch wäre es mir lieber, sie wäre wieder hier.

[TANTE] T.i.P. – 17.O1.2O14

Leider wahr! Nachdem gerade vor ca. einem halben Jahr mein Onkel (aus Gießen) gestorben ist, hat es heute meine Tante getroffen. Ich habe über Tag etwas geschlafen & als ich wach wurde, erzählte meine Mutter, dass mein Petter angerufen hat. Irgendwo war es total schockierend, immerhin ist sie ja auch ein Stück Familie, auch wenn wir uns in den letzten Jahren garnicht gesehen habe. Man muss dazu sagen, sie hat richtig gekämpft. Wie alt sie genau war, weis ich aktuell gerade garnicht – aber sie müsste knapp an die 90 Jahre gekommen sein. Seitdem sie in Rente ging, ging es ihr immer schlechter, ihr eines Bein musste teilweise mehrfach im Jahre operiert werden, der Rücken wurde öfter operiert – und jeder bewunderte sie, wie sie solange immer weiterkämpfen kann. Doch sie kämpfte weiter & weiter, oftmals wurde es auch etwas besser, doch am Ende kam immer ein krasses Gegenteil. Als sie wieder mal vor schmerzen nicht mehr konnte und ins Krankenhaus kam und es hieß, dass man diesmal nurnoch das Bein abnehmen könnte – klickte ein Schalter bei meiner Tante um. Sie hat es zwar machen lassen, weil es einfach mit den Schmerzen nicht mehr ging… aber seitdem an wollte sie keine Menschen mehr bei sich haben, außer eben meinen Petter. Seitdem meinte sie auch immer, von ihrer Gesundheit her – würde sie sich einfach einen schnellen Tod wünschen, da sie keine Lust mehr auf ihr Leben hat. Also hat der Tod, so bescheuert es klingt auch was gutes – sie ist wenigstens von ihrem Leid erlößt worden und gerade sie hat echt extrem viel leiden müssen, allein von den Schmerzen und den unzählbar vielen Operationen. Alles in allem, trotzdem ein verdammt trauriger Moment…

[OPA] Der Nachtrag

Vor einiger Zeit berichtete ich, dass mein Opa ins Krankenhaus kam – diesmal aber wegen einer schlimmeren Sache. Mitlerweilig ist er nun seit… 1 Woche?! wieder zu Hause, aber hatte noch nicht dran gedacht, hier einen Eintrag zu machen. Diesen reiche ich nun hiermit nach. Gefunden haben sie nicht wirklich was – wen wundert es.. sind ja eh alles Ärzte – die können ja eh nichts! Ihm geht’s soweit wieder gut. Nun ma schauen wie es weitergeht.

[OPA] Krankenhausaufenthalt der schlimmeren Art

Wir schreiben Donnerstag, den 28.11.2013 – mitlerweilig 7:21Uhr. Seit etwa 6:30Uhr bin ich nun wach & wie ich mitbekam, stand der Krankenwagen mit Notarzt nun seit kurz nach 6Uhr bei uns. Mein Opa ist gestürtzt und ist gefallen. Dabei hat es wohl auch u.a. seinen Kopf getroffen – zwar glücklicherweise wohl nicht Lebensgefährlich.. aber alleine, dass der Kopf von einem nun 80 jährigen beim Fall getroffen wurde, ist schlimm genug. Er hat außerdem wohl total geblutet, da eben als die vom Krankenhaus weg waren, es u.a. hieß „da unten ist alles voller Blut“. Außerdem hatte mein Bruder, der vor mir wach war und geholfen hat auch einiges Blut an sich. Insgesamt ca. 45 Minuten war nun also der Krankenwagen und der Notarzt da. Eine Frechheit am Rande – wir haben das Krankenhaus in Gelnhausen, u.a. mit Notarzt, aber aus irgendeinem Grund musste nun einer aus Hanau anrücken. Als ich wach wurde – war wie gesagt so 6:30Uhr – haben sie gerade erst die ersten Schritte hinbekommen, damit mein Opa überhaupt zu sich kommt, sprich er muss mindt. 15-20 Minuten … einfach nur da gelegen haben! Nun bleibt abzuwarten, was genaueres dabei rauskommt – er wurde wie immer erstmal nach Gelnhausen ins Krankenhaus gebracht, was schonmal unschön ist. Die haben bisher immer nur das aller nötigste getan, egal weshalb er drinnen war. Naja.. abwarten heißt es nun!

[BRUDER] Falsche Brüderhilfe

Unter Brüder sollte man sich wenn möglich untereinander helfen. Ich bin im Fall der Fälle auch für meinen Bruder da, allerdings kann ich nicht mal korrekt helfen. Sicherlich mag das jetzt den ein oder anderen verwirren, doch die Worte sind tatsächlich so doof gemeint – wie es da steht. Mein Bruder ist nun seit letzten Mittwoch (28. August) bei uns Zuhause. In der Klinik keinen Verstoß begangen, somit auch keinen mit Alkohol & auch die Tage bis heute (1. September) waren „Alkoholfrei“. Gestern (31.08.2013) als wir mit paar Leuten noch meinen Geburtstag etwas nachfeierten, fragte ich wer ein Bier will – er wollte u.a. auch eins. Von der Klinik aus hieß es soll, wenn er bei besonderen Anlässen (wie z.B. an Silvester mal ein Glas Sekt) mittrinken will, wäre das kein Problem. Da er gerne Fußball guckt und dabei auch gern mal paar Bier trinkt, haben die gemeint, es wäre in Ordnung wenn er eben nur 1-2 Bier trinkt, aber eben nicht mehr. Also gab ich ihm eins, da in der „älteren“ Runde alle nur Colabier wollten, machte ich ihm auch ein Colabier – nahm extra ein wenig mehr Cola, sicher ist sicher. Alles kein Problem – heute über Tag war er kaum zu sehen, wo ich mir aber nichts bei dachte, da er in der Klinik und auch jetzt wo er draußen ist, einige Zeit Fahrrad fährt um „in Form“ zu bleiben und da ich auch nicht oft draußen bei den andern bin, dachte ich er ist eben unterwegs. Als meine Eltern nun vorhin ins Bett gingen, bekam ich beiläufig gesagt, dass als mein Bruder heute mit’m Fahrrad fuhr, er besoffen nach Hause kam. Ich habe dazu garnichts groß gesagt, da ich im Inneren direkt mit mir zu kämpfen anfing. Es klappte in der Klinik ohne Alkohol, es klappte Daheim ohne Alkohol – jetzt geb ich ihm ein Colabier und den Tag darauf ist er besoffen – habe ich super hinbekommen, was? Aber gut, muss ich mit klarkommen – Kim hat mir schon gesagt, dass ich nicht daran schuld seie – mag vielleicht auch so sein, ich für mich finde trotzdem, dass es meine Schuld ist.

[BRUDER] Willkommen zurück

Gestern konnten wir meinen Bruder aus der Klinik abholen. Der Abholtermin war 9Uhr – super Uhrzeit für einen schulfreien Tag. Diesmal sind wir mit meinem Navi gefahren, komplett neue Strecke – aber schneller und schöner. In der Klinik angekommen, stand mein Bruder schon draußen – wir mussten also nurnoch seine Koffer/Taschen holen. Dann sind wir erstmal frühstücken gefahren. Schon merkwürdig wieder seinen Bruder hier zu haben, wobei es gleichzeitig auch schön ist, denn irgendwo fehlte einfach ein Familienmitglied. Aufjedenfall ist er nun seit gestern daheim und mal schauen wie es so weitergeht.

[ONKEL] T.i.P. – 23.O7.2O13

Am 23.O7.2O13 (ich war gerade in der Fahrschule) wurde mein Vater Zuhause benachrichtigt, dass sein Bruder (mein Onkel) soeben in der Gießener Klinik verstorben ist. Zuerst habe ich garnicht so wild drauf reagiert, immerhin hatten wir max. 2x im Jahr was mit einenander zutun gehabt – dann aber langsam war’s schon ein doofes Gefühl, da er immerhin ein Teil der Familie ist uund ich ihn auch nett fand. Er lag mitlerweilig 9 Wochen auf Intensiv, allerdings meinten die Ärzte es bessert sich langsam alles und sie könnten ihn bald auf Teilintensiv legen… – das wird nun nicht mehr passieren. Schon irgendwo hart…!

[BRUDER] Der erste Monat

Mitlerweilig ist mein Bruder nun ca. ein Monat in der Klinik. Besucht haben wir ihn bisher zwar noch nicht, aber er meinte von sich aus, dass er bisher ganz gut klarkommt und dass man ja bei SMS schreiben und abundzu anrufen erstmal bleiben kann. Gerade meine Mutter würde glaube ich aber gerne mal runter, ich hätte auch nichts dagegen – wobei ich sagen muss, dass es eigentlich soweit geht. Sicher, irgendwie immernoch ungewohnt leer und alles, aber da wir eh nicht soviel miteinander zutun hatten, kann man es doch noch halbwegs schaffen. Ich habe gehört, er soll am 28.08. entlassen werden, sofern er eben nicht noch einen Nachschub an Zeit braucht. Falls er wirklich am 28.08. raus kann, möchte er fragen ob er nicht shcon am 26.08. gehen darf, da dort ja mein 18. Geburtstag auf mich wartet. Ansonsten mal sehn was noch so kommt.

[BRUDER] Die erste Woche

Nun mal ein kleines Update, nachdem mein Bruder nun schon eine Woche in der Klinik ist. Telefonieren tun wir, bzw. meine Eltern täglich mit ihm. Scheint ihm bisher ganz gut dort zu gehen und allgemein scheint’s eben in Ordnung zu sein. Meine Trauer ist eigentlich auch noch ganz gut zu verkraften. Allerdings geht es im Moment noch fast zu gut, weshalb ich davon ausgehe, wenn wir ihn besuchen fahren (was alle 2 Wochen möglich ist), dass danach dann eine scheiß Phase kommt. Nun gut, abwarten und schauen was kommt – merkwürdig ist es dennoch ohne ihn.

[BRUDER] Willkommen in der Klinik

Heute (05.06.2013) haben wir meinen Bruder nun in die Klinik gebracht. Wie der Ort heißt, weis ich gerade nicht genau – liegt aber so 70-80km von uns weg. In der letzten Nacht wurde mir erst so wirklich klar, dass er nun mindt. 3 Monate sozusagen „weg“ ist. Sicher, wir werden ihn mindt. 1-2x die Woche besuchen, aber dennoch – es scheint so „leer“. Im Moment geht es mit der Trauer eigentlich, allerdings denke ich wird dies auch erst noch kommen – da es ja auch sonst mal vorkommen konnte, dass er mal über Tag weg war und z.B. erst Nachts als ich schlief wieder kam. Denke mal morgen, übermorgen wird das Trauergefühl noch beschissener. Nun gut, wenigstens bekam ich frei, um mitfahren zu können, da wir gegen 9Uhr los sind. Wenn ich so überlege, wie lange eigentlich 3 Monate sind. Man kann sagen er ist den ganzen Sommer weg und was mich irgendwo noch viel mehr stört – an meinem 18. Geburtstag ist er auch noch weg. Sicher, meine Geburtstage sind bisher 17 Jahre lang ziemlich langweilig gewesen, aber immerhin waren alle die hier im Haus wohnen da. Zur Klinik kann man soweit noch nichts schlechtes sagen, sieht eigentlich ganz nett da aus & die Leute bisher waren auch recht nett. Später am Abend hat er dann auch mal angerufen, wo ich allerdings für 1-2 Stunden geschlafen habe. Dort haben die wohl direkt am Abend noch gegrillt – scheint also ganz nett zu sein. Nun muss die Zeit zeigen was kommt, wobei ich es im Zusammenhang damit garnicht so genau wissen muss – denke die Trauer wird bald ätzend genug sein.