Monat: November 2017

November 2017

24. November
Heute habe ich mich endlich mal wieder mit meinem kleinen Bruder verabreden können. Unter der Woche was zu vereinbaren ist schwierig, da er halt auch nicht so spät Besuch bekommen soll – durch die Weihnachtszeit mein Vater aber relativ lang arbeiten muss. Da allerdings Freitag war, ging es in Ordnung! Ich kam gegen 17:30Uhr bei ihm Zuhause (sprich bei Claudia & Heiko) an. Dort erzählte mir Claudia, dass mein Kleiner sich so gefreut hat, dass wir uns endlich wieder mal sehen, dass er nichts essen wollte – und ob ich so nett wäre, ihm dann wenigstens noch ein Brot oder so zu machen. Auch ich habe mich sehr gefreut und ein Brot machen… das kann ich auch noch eben so!

Wir sind dann also zu mir gefahren, er bekam sein Brot – danach wurde ein wenig gezockt. Da das Wetter so bombe war, brauchte ich knapp eine halbe Stunde für den Weg, sodass wir uns dann gegen 20Uhr auf dem „Heimweg“ machten. Hat richtig gut getan, meinen kleinen Bruder wieder zu treffen. Noch nicht richtig angekommen, schon fragte er nach, ob ich denn noch etwas bleiben darf… ne halbe Stunde durfte ich noch 😉

Ich fand’s toll, dass man ihm regelrecht angemerkt hat, dass er froh ist mich wieder mal zu sehen. Hier ’nen Kuss, da ’nen Kuss – irgendwie niedlich, wenn sein kleiner Bruder einen so lieb hat. Nach der halben Stunde, sollte er sich dann auch langsam für’s Bett fertig machen… auch da direkt die Frage, ob ich ihm dann gleich noch „Gute Nacht“ sagen darf – yep, ich durfte. Meine Chance – mein Kleiner ist schon mal ins Bad – Heiko und Ich waren kurz alleine! Die Zeit nutzte ich um mal zu fragen, ob es schlimm wäre, wenn ich nächsten Donnerstag – evtl. auch nach 18Uhr – einfach mal kurz vorbeikomme. Habe meinem kleinen Bruder ja einen Adventskalender gekauft und den möchte ich auch erst kurz vorher geben. Kein Problem, bekam ich als Antwort…! Komisch… positiv komisch. Bisher hatte ich Claudia und Heiko – zumindestens mir gegenüber – als kühl und uninteressiert in Erinnerung – mitlerweile kommt man mit beiden echt gut klar. Ich weis… dass schrieb ich schon mal, aber fällt mir immer wieder auf.

Kurz nach der Frage von mir und der Antwort von Heiko rief dann auch schon mein Kleiner, dass ich doch auch rüberkommen könnte. Er machte sich eben noch fertig, neben „Gute Nacht“ gabs dann wie immer noch ein paar nette Worte und… yeai, noch ’nen Kuss, bzw. zwei. Ich kann’s noch immer nicht so ganz glauben, wie schnell wir doch zusammen gefunden haben – der Kleine bedeutet mir einfach so wahnsinnig viel. Ich liebe dich, mein kleiner Bruder :*

November 2017

11. – 13. November
Die letzten Tage waren insgesamt ganz angenehm – der 11. November sogar toll. Ich war bei meinem Kleinen zu besuch – über das Wochenende war er bei Marion. Wir haben zwar nicht viel machen können, da das Wetter mies war und es Abends sowieso schon schnell dunkel wird, aber einfach bei ihm sein zu können – ist jedes Mal toll. Die meiste Zeit haben wir einfach Blödsinn miteinander gemacht, oder gezockt. Das Ende – so komisch es klingen mag – war der tollste Teil des Tages. Nicht etwa, weil ich dann irgendwann nach Hause fahren musste – sondern viel mehr, da wir das von den Ferien wiederholen konnten. Es war ca. 23Uhr – als es dann hieß, dass er sich nun eben fertig machen sollte und es dann ab ins Bett geht.

Wie in den Ferien bei seiner Oma, fragte er, ob ich noch da bleiben könnte – und nach Absprache mit Marion durfte ich das auch. Als er dann sich fertig gemacht hatte und ins Bett sollte, wollte er auch da, dass ich ihn quasi ins Bett bringe. Da ich nicht einfach so in fremde Schlafzimmer gehe, fragte ich eben nach – ich durfte! Somit konnte ich ins Bett bringen, neben ein paar netten Worten und dem „Gute Nacht“ gabs eine dicke Umwarmung und einen Kuss. Irgendwie jedes Mal auf’s Neue total süß, dass der Kleine mich bis zur letzten Sekunde bei sich haben möchte – und wenn es dann auch erlaubt wird, sage ich da natürlich nicht nein. Auch heute wollte er es wieder versuchen – wenn ich Zuhause bin noch wach sein und mir nochmals Gute Nacht wünschen.

Die Hingabe von Marion fand ich ebenfalls schön. Sie hat ihm extra ein Buch mit Kurzgeschichten gekauft – um ihm noch eine Geschichte vorlesen zu können. Das kenne ich noch von meiner eigenen Kindheit, hat mir damals auch immer gut gefallen. Als ich dann auf dem Heimweg war, rief wohl auch noch seine Mutter zurück – sodass er es dann auch tatsächlich schaffte, mir Gute Nacht zu sagen.

Auch Sonntag, am 12. November wollten wir uns treffen – allerdings war das Ganze etwas problematisch. Er wurde Abends abgeholt, da er ja offiziell bei Heiko & Claudia wohnt und wir mussten gegen 17.30Uhr rüber zu der Blindschleiche, die mir ins Auto gefahren ist. Dort angekommen durften wir dann noch anderthalbstunden auf die gnädige Frau warten, da sie gerade weg musste, als wir kamen – sie wollte ihren Sohn vom Flughafen abholen. Aha – und ob sie da nun 10 Minuten früher oder später ist, war nun auch so wichtig? Verstehe meinen Vater nicht, dass er solange gewartet hat – hätte ich nicht. Nun gut, viel zu spät hatten wir dann unsere Versicherungsdaten ausgetauscht etc.! Sie meinte wieder, dass es ihre Schuld war – versuchte gleichzeitig die Schuld auf mich zu lenken. Sie hätte den Wagen ja nicht gesehen, da er dunkelblau ist und es draußen zudem ja auch schon dunkel war. Klingt nachvollziehbar – wenn halt nicht quasi über dem Auto das Licht von der Straßenlampe gewesen wäre – daher schlicht erlogen! Was da nun im Endeffekt rauskommt, werden wir sehen – das Treffen war aufjedenfall dahin.

Nachdem es Sonntags mit dem Treffen nicht geklappt hatte und sowohl mein Kleiner und Ich das auch schade fanden, fragte er Heiko & Claudia ob ich denn auch unter der Woche vorbeikommen dürfte. Sie sagten ja – allerdings bis maximal 18Uhr. Gut, die Uhrzeit kenne ich aus meinen Kindstagen noch sehr gut – stellt mich jedoch vor ein Problem, z.B. heute arbeitet mein Vater bis 18Uhr – daher unmachbar sich zu treffen. Allerdings muss ich sagen, dass es auch mir gut tut zu wissen, dass er bei Heiko & Claudia sicherlich besser aufgehoben ist, als bei seiner Mutter. Vorallem, dass wir uns nun täglich sprechen können hilft verdammt. Inwiefern es unter der Woche wirklich funktioniert wird man sehen – wenn eher zum Ende der Woche, wenn mein Vater mal früher Zuhause ist. Insgesamt ist die Situation jetzt dennoch um einiges angenehmer. Heute musste ich mich ja auch wieder „fertig machen“ und war daraufhin wie jeden Montag & Donnerstag mit unserem Hundi eine große Tour spazieren. Während ich mir sonst die Wochen immer totale Gedanken gemacht habe – gerade wenn ich schlafen wollte – oder eben, wenn ich so in aller Ruhe mit unserem Hundi spazieren war, haben sich diese Sorgen irgendwo gelegt.

Sicherlich ist mir bewusst, dass noch nicht alles so toll ist, wie es sein sollte – und in der Zukunft sicherlich auch noch einiges passieren wird, was dem Kleinen und somit auch mir nicht gefallen wird, für den Moment kehrt eine gewisse Ruhe ein. Wir werden sehen wie es weitergeht, ich versuche einfach das Jetzt und Hier mit ihm zu genießen und alles was noch kommt, schaffen wir auch zusammen. #wirschaffendas

November 2017

10. November
Der heutige Tag war insgesamt sehr schön – abgesehen von einem Augenblick am Abend – aber ansonsten echt toll. Zu dem „Augenblick“ gleich mehr. Wie ich im letzten Tagebuch-Eintrag schrieb, lebt mein kleiner Bruder nun bei Claudia & Heiko. Nachdem ich das nun weis, habe ich in den letzten Tagen alles dafür getan, mein altes Smartphone neu zu machen, alles einzurichten – damit ich ihm heute eventuell meinem Damion sein erstes, eigenes Smartphone geben kann. Zunächst haben Jenny und Ich uns morgens zum frühstück getroffen. Gegen 15Uhr waren wir dann bei Heiko & Claudia, um den Kleinen abzuholen. Geplant war ja, dass ihn dieses Wochenende die Marion bekommt – dabei blieb es auch, über den Tag haben wir uns einfach eine schöne Zeit gemacht. Claudia war allerdings gerade mit den Hunden, da wir aber auch nicht all so lang bleiben konnten, da ich dann ja noch meinen Vater von der Arbeit abgeholt hatte – hoffte ich eben mit Heiko reden zu können. Irgendwann verlies dieser auch das Zimmer, sodass ich spontan mal hinter her konnte – der Kleine sollte davon natürlich nichts wissen, dass er nicht zu traurig ist, sollte es „Nein“ heißen.

Heiko war wohl etwas verwundert, als ich ihn fragte, ob wir eben mal ein Stück weiter weg gehen würde, da ich mal was mit ihm bereden bzw. fragen wollte. Also erklärte ich ihm, was ich nun gemacht habe, was meine Idee dahinter ist etc. – und dann war ich verwundert – ohne wenn und aber, war er einverstanden. Sogar im Gegenteil – er fand die Idee sogar ganz gut, was man von ihm auch nicht oft hört. Also gut… dann sollte mein kleiner Bruder später sein Smartphone bekommen. Erstmal sind wir dann meinen Vater abholen gewesen, diesen dann heim gefahren und wir wieder weg. Wir waren in der Eisdiele, Jenny & mein Engel hatten einen Crep mit Bananen, Schokosoße etc. – ich ein Prosciutto-Toast. Als wir fertig waren, ging es dann kurz zu seiner Oma. So langsam wollte ich ihm dann auch mal seine Smartphone überreichen, aber direkt vor der Oma… nee – die bekommt das mit ihren Sprüchen schnell hin, dass das alles versaut wäre. Also haben wir zwei uns kurz zurückgezogen. Ich hielt die Schachtel vom Smartphone zwischen uns und öffnete die Schachtel. Mit dem Smartphone in der Hand, meinte ich zu ihm – dass das nun die Überraschung seie – ich würde ihm gerne sein erstes Smartphone schenken. Ich habe es ihm hingehalten und im ersten Augenblick konnte er es gar nicht glaubten und fragte erst nochmal nach – wirklich? Ich habe ihm zu verstehen gegeben – ja, das ist jetzt dein Smartphone! Er schaute mich mit richtig großen Augen an und freute sich… unbezahlbar dieser Moment. Als Hintergrundbild hatte ich ihm die Minions ja eingestellt, damit er immer was von mir hat, habe ich ihm auch das Foto von uns beiden drauf gepackt – als er das Bild sah, wollte er sofort das Bild anstelle der Minions – total süß! Die Überraschung ist also mehr als gelungen – das freut mich noch jetzt, während ich schreibe total und wird mich sicherlich auch noch einige Zeit freuen. Das Danke, die Umarmung, der fette Kuss – unvergesslich!

Nachdem er sein Smartphone ein wenig „ausprobiert“ hat, sind wir noch eben kurz hoch zur Jenny und Familie. Geplant war einfach „Hallo“ sagen und dann zu mir – sprich kleine Zockrunde von Damion und mir. Olli hatte Probleme mit seinem Smartphone, also habe ich da noch eben geschaut und wie es so ist, kam man so ein wenig noch ins reden – als es klingelte. Nagut… Laternenumzüge sind aktuell ja quasi überall, da klingeln welche sicher aus Langeweile. Allerdings war es ein beharrliches klingeln, sodass sie halt doch schauten – es war die Nachbarin. Da mich das nicht interessiert habe ich nicht genau hingehört, sie laberte irgendwas von einem Auto… als Jenny allerdings zu mir sagte, es ginge um „unser Auto“ wurde ich hellhörig.

Und Tatsache – hat die Nachbarin von denen doch tatsächlich ’ne Delle ins Auto gefahren. Yeai, man konnte mir zu sehen wie ich innerhalb von wenigen Augenblicke sämtliche gute Laune erst einmal komplett verloren habe. Ich habe mir den Schaden angeschaut – kein unendlich großer Schade, aber eine deutliche Delle. Dass man an der Straße am Bordstein nicht unbedingt parken soll, wissen alle – auch ich. Genauso wissen die Leute allerdings, dass oft die Straßen von parkenden Autos verstopft sind – man also quasi gezwungen ist dort zu parken, was ich grundsätzlich desöfteren auch mache. Dass dort öfter welche parken, hat auch die Nachbarin gesagt – aber im gleichen Atemzug, dass ich dort ja normal nicht stehen dürfte. Daraufhin habe ich sie ihr lediglich gesagt, dass sie mir die Schilder zeigen soll, die das Parken dort verbieten. Gut… den Rest hat der Olli dann für mich geklärt, ich habe unser Auto derweil anderweitig geparkt, da nun gerade eine „bessere Parkmöglichkeit“ vorhanden war. Als ich wieder zurück kam, hat sie immerhin selbst gesagt, dass es ihr Fehler war. Olli und Ich haben dann auch darauf hingewiesen, dass eben alles belegt war, er selbst als er kurz vorher von der Arbeit kam mehrere Runden drehen musste und sich dann irgendwo dazwischen gequetscht hat und und und. Es ist ihr Fehler, eine Entschuldigung für ihre Dummheit blieb aus. Nun gut, da hat sich das nach Hause fahren nochmal verschoben, da ich mich erstmal beruhigen musste. Der ihr Auto war ’ne kleine Version vom Golf, die Straße ist breit genug und sie hat laut ihrer Aussage das Auto nicht gesehen? Sorry, wenn man blind ist, sollte man das Fahren vermeiden… oder 2-3x notfalls schauen, wenn man doch weis, dass wegen des Parkplatzmangels dort oft wer parkt. Nun gut… abregen – sie hat sich einsichtig gezeigt und meinte, sie wäre für eine Klärung am Sonntag bereit… dann halt mit meinem Vater, da ihm ja offiziell das Auto gehört.

Ganz blödes Timing war es allerdings dennoch. Mein kleiner Bruder meinte gegen Nachmittag noch, weil es ständig geregnet hat, dass das ja das perfekte Wetter für Unfälle seie… nun fährt die Alte mir ins Auto. Er rechnet eins und eins zusammen und kommt plötzlich, als wir wieder bei Jenny und co. im Haus waren an und entschuldigt sich. Ich frage ihn… wofür? Darauf meinte er, ja dafür, dass ich nun die Delle im Auto habe – er hätte doch vorhin gesagt, dass dies das perfekte Unfallwetter wäre. Da musst ich ihm doch allerernstes mehrfach klar machen, dass er doch dafür nichts kann und ich ihm auch wirklich nicht böse bin. Irgendwo ja auch süß, aber verdammt mein Engel – du kannst doch nichts für blinde Nachbarinnen, die für ihren Mini-Golf die Ausfahrt eines Panzers brauchen. Zum Ende des Abends, hat er dann wohl verstanden, dass er nichts für kann und ich ihm auch wirklich nicht böse bin, oder ihm die Schuld gebe. Bevor er mit seiner Entschuldigung kam, rief Olli bei meinem Vater an – weil das natürlich genau der „Parkplatz“ war, wo mein Vater immer schon nervte, ob ich da parken muss. Diesmal musste ich es ja sogar, war ja zu der Zeit, als wir ankamen nichts frei – auch war nur eben 2-3 Minuten zum „Hallo“ sagen geplant und weiter. Olli erlaubte sich den Scherz das Gespräch mit „Du Jürgen, dein Auto ist kaputt.“ zu beginnen. Im nachhinein auch ein Witz, für meinen Vater wohl offenbar für wenige Sekunden am Telefon ein Schock. Dass ich gerne mal etwas dichter auffahre – gerade wenn Leute dann nicht mal die Hälfte der erlaubten Geschwindigkeit fahren ist in der Familie bekannt. Er ging wohl echt davon aus, dass wohl ein schwerer Unfall passiert sein muss, da der Olli anrief und das Auto laut der Aussage ja „kaputt“ ist. Dass das nur ein Witz war, konnte ich dann allerdings später, als ich wieder Zuhause war aufklären – denn eines hätte er nur bedenken müssen. Sobald ich andere Leute – vorallem aber Kinder – im Auto habe, fahre ich vorsichtiger – mit Kinder im Auto sogar extrem vorsichtig. Gut, daran denkt man in der Sekunde nicht – auch kann ja so jederzeit was passieren – muss ja nicht zwingend ich der Schuldige für einen schweren Unfall sein. Ich selbst fahr gerne mal etwas „direkter“ – aber sobald Kinder dabei sind nicht, vorallem nicht, wenn mein kleiner Bruder mitfährt.

Nun gut… wir fuhren dann wie geplant zu mir. Bei mir haben wir dann noch ein wenig gezockt, zwischendurch ging dann die Konzentration immer mal wieder auf’s Smartphone – aber klar, das ist jetzt erstmal irgendwo besonders interessant. Gegen kurz vor neun sind wir dann losgefahren, da wir uns mit Marion vor ihrem Arbeitsplatz treffen wollten, wo sie bis viertel nach neun arbeitete. Dort haben wir dann nochmal bisschen geredet – geplant war ja auch, dass wir oder ich morgen (bzw. bei dem Beitrag nun heute) ihn besuche. Das werden wir / werde ich – je nach dem ob Jenny mitfährt – auf Abends verschieben. Bei der Marion und dem Ralf hat er sich mit Sicherheit gut, sodass er ruhig den Besuch nutzen soll – nachmittags geht’s in die Hundeschule – da mein Kleiner sehr tierlieb ist, sicherlich auch mal eine interessante Sache. Daher sind wir so verblieben, dass wir uns dann einfach nochmal schreiben – oder reden – jetzt wo mein süßer Bruder sein eigenes Smartphone ja hat und dann da was ausmachen.

Alles in allem – abgesehen von der Delle – ein echt wunderschöner Tag gewesen mit meinem Kleinen! Ich genieße die Zeit so sehr, dass ich regelrecht vergesse Bilder zu machen – ich möchte gerne noch ein paar mit und von ihm. Habe einfach noch zu wenige und auch für mein zweites Zimmer habe ich so eine kleine Ecke mit Familienbilder geplant – da ist er als mein kleiner Bruder selbstverständlich dann auch vertreten. Auch wenn ich mich über den Unfall sehr geärgert habe und auch jetzt noch ärgern könnte – mit meinem Kleinen ist es einfach sowas von wundervoll, da kann einen selbst sowas blödes nicht lange die Laune verderben. Ich liebe dich mein kleiner Bruder :*

November 2017

8. – 9. November
In den letzten zwei Tagen ist wieder einiges passiert. Anfangen möchte ich diesen Tagebuch-Eintrag mit dem 8. November – irgendwo gegen Nachmittag. Ich hatte Sandro gegenüber erwähnt, dass ich für meinen kleinen Bruder einen Adventskalender kaufen werde. In vorherigen Gesprächen kam es auch irgendwann zum Thema, dass mein Kleiner die Minions total toll findet. Nun – heute hatte Sandro dann einen Minionskalender bei sich in den Geschäften gesehen und gemeint, ob dass denn nichts wäre. Es gibt viele Kalender und ich wollte erstmal sehen, was sie so anbieten – aber ein Minions-Adventskalender? Na klar – coole Idee! Die Minionskalender gibt es in drei Ausführung: 1.) billiger Schokokalender 2.) teurer mit Spielzeug und Schulzeug gefüllten Kalender 3.) unnötiger Sammelfigurenkalender, der einen quasi zwingt um weiter zu sammeln, stets bei Rewe einzukaufen.

Da wir Abends eh unterwegs waren, wollte ich direkt vor Ort im Geschäft den Adventskalender kaufen. Im Internet und bei Sandro gabs den für 14,95€ – unsere Rewe machte daraus mal eben ca. 22€! Sandro hatte mir allerdings angeboten, dass er mir den Adventskalender auch kaufen kann, sollte ich ihn nicht finden… gut gefunden habe ich ihn, aber 7€ mehr? Da ist jeder Versand günstiger. Nächster Morgen, die schlechte Nachricht folgte direkt – ausverkauft – vielleicht kommen Dienstag noch neue, aber man wüsste es nicht genau. Sehr cool. Also habe ich mich erstmal fertig gemacht, bin eine Runde mit unserem Hund gelaufen und… komme damit zum positiven – wenn auch mit Beigeschmack.

Gestern, sprich am 8. November haben sie meinem kleinen Bruder wohl davon erzählt, dass er ab Sonntag Abend bei Claudia wohnen darf. Er scheinte sich zwar zu freuen, aber gut – noch muss er ja zu seiner Mutter zurück. Jenny rief mich deshalb heute an, um mir eine kleine, spontane Änderung mitzuteilen. Nachdem er seit gestern dies nun wusste, hatte mein Kleiner im Gespräch mit seinem Psychologen gesagt, dass er nicht mehr nach Hause möchte und dies wohl so deutlich, dass der Psychologe angst hatte ihn so einfach gehen zu lassen. Also wurde Claudia angerufen, ob sie nicht direkt den Kleinen nehmen könnte – geht ja im Endeffekt nur um Donnerstag Abend und Freitag Mittag – danach holen wir ihn ja eh ab, da er am Wochenende bei der Marion ist. Sie stimmte zu, sodass Damion bereits gestern schon zur Claudia durfte – was denke ich eine große Erleichterung für den Kleinen war.

Ich hatte ja auch schon länger die Idee ihm quasi sein erstes, eigenes Smartphone zu schenken. Nicht, damit er nur daran hockt und nichts anderes mehr tut – sondern eher wie es meine Eltern damals bei mir gemacht haben (gut, da war’s Smartphone ein Handy). Einfach ein Gerät für Notfälle allerart. Habe ihm WhatsApp installiert, damit wir auch unter der Woche einfach mal kurz quatschen können etc. und alles weitesgehend kinderfreundlich eingerichtet. Eben habe ich dann noch 2-3 Lieblingslieder von ihm drauf gepackt, ein paar nette Minions-Wallpaper… gleich werde ich da noch ein Bild von uns zwei drauf packen und yoa. Morgen bin ich ja dann somit auch bei Claudia und dann erkläre ich ihr mein Vorhaben – wobei ich denke, dass das in Ordnung gehen wird – falls ja, bekommt er noch 5€ drauf, dass er zur Not halt wo anrufen kann und voila. Mehr dazu dann aber die Tage, das Wochenende dürfte aufjedenfall toll werden – Freitag und Samstag sehe ich ihn allemal.

Eine Unschöne Sache kam Abends per Post. Die Familienkasse stellt ab sofort die Zahlung des Kindergeldes ein… ein Witz! Ich schreibe Bewerbungen, bekomme stets keine Rückmeldung und bin nun der Depp? Dass Firmen zu geizig sind einem per Post auf eine Bewerbung zu antworten ist das Eine – dass sich kaum ein Mensch auf eine Online-Bewerbung meldet ist allerdings verdammt traurig. Fragt man per E-Mail selbst nach, bekommt man immer noch keine Antwort. Ruft man an, wird schnell eine Ausrede gesucht, wieso man abgelehnt wird – auf Nachfrage gibt es nichts schriftlich, die Familienkasse könnte doch nachfragen. Das Selbe, wenn man direkt vor Ort sich im Unternehmen erkundigt. Bei mehreren Firmen bekam ich die Antwort, dass die Leute von der Familienkasse gerne nachfragen könnten – schriftlich bekommt man einfach nichts! Die Problematik ist ja nicht neu – weshalb ich denen auch schon mehrfach in ihren blöden Formularen geschrieben habe und auch per E-Mail versucht habe eine Lösung zu finden. Ich habe Screenshots mitgeschickt, in denen man sehen kann, wann welche Bewerbung rausging – eventuelle Absagen, hätte ich denen ja trotzdem dann zukommen lassen können. Doch auch die liebe Familienkasse hat es ja offenbar nicht nötig ihre E-Mails zu lesen (falls jemand lesen kann), geschweige zu antworten. Nun werden ich per schriftlichen Einspruch und evtl. einem klärenden Telefonat eine Lösung zu finden – ansonsten wird das Ganze über die Rechtsschutzversicherung ihre rechtliche Bahn einschlagen. Ich versuche, tu und mache – und soll trotzdem der Depp für jeden sein? Nee, dieses „ruhige, zurückhaltende“ können die sich knicken! Ich habe genug Beweise, dass ich stets Bewerbungen versende und wenn dort keiner die Fähigkeit besitzt eine E-Mail zu öffnen und zu lesen, ist das nicht mein Problem.

Aber nun gut – mit denen streite ich mich nächste Woche. Morgen (bzw. bei dem Beitrag nun heute) bin ich nicht groß daheim und am Wochenende arbeiten die leseschwachen Damen und Herren ja nicht. Also beruhigen und das Wochenende mit meinem Schatz genießen – ich liebe dich mein kleiner Bruder!

November 2017

05. November
Heute der Tag war insgesamt echt toll. Gut – Damions Oma hatte Geburtstag, grundsätzlich nicht so spannend – aber war ja viel mehr mit ihm und seinem Kumpel beschäftigt. Seinen Kumpel hatte ich bisher ja nur einmal kurz gesehen, als ich in den Ferien kam und er noch da war. Da wir uns ja fremd waren, merkte man, dass er sich kaum was traute zu sagen, geschweige zu fragen etc.!

Heute war das allerdings ganz anders. Als wir da zu dritt auf dem Schulhof waren, war mein kleiner Bruder wie immer ein kleiner Affe und kletterte laufend an einem hoch, saß auf meinen Schultern etc.! Er hatte seinen Spaß, ich auch – bei Noeh (seinem Kumpel) merkte man, dass er auch wollte. Mein Damion meinte dann direkt, dass ich aber sein großer Bruder wäre – nicht Noeh seiner. Da er aber auch voll in Ordnung wirkte, wollte ich ihn natürlich nicht links liegen lassen, also durfte er auch auf meine Schultern und von oben den Schulhof erkunden. Alleine in der Situation war ich schon überrascht, dass er das wollte und mitmachte. Damion brauchte dann seine fünf Minuten – da ihm das natürlich gar nicht passte, dass ich als sein großer Bruder mit jemand anderem Blödsinn mache – aber gut, ich gab ihm die fünf Minuten. In dieser Zeit kann man ihn eh anreden wie man will, man macht’s nur schlimmer – also trug ich Noeh dann auf meinen Schultern umher. Total überrascht war ich dann, als er dann plötzlich meinte, dass er den Damion verstehen könnte – ich wäre total cool und er hätte mich auch gerne als seinen großen Bruder. Wie süß ist das denn bitte?

Auch davor sind die beiden schon laufend an mir regelrecht hochgeklettert – als das Ganze dann zu „wild“ wurde, meinte ich, dass es jetzt aber auch mal gut seie. Während man Damion das mehrfach sagen musste, reichte es bei Noeh einmal – und er kam kurz danach sogar nochmal zu mir und hat sich direkt entschuldigt… ganz ohne Mama hat gesagt – sondern von ganz alleine. Das soll keinesfalls heißen, dass mir Noeh lieber ist als Damion – lediglich, dass sie doch sehr verschieden sind. Damion kann schon echt Erwachsen sein, wenn er seine verrückte Zeit hat – ist er aber kaum zu stoppen.

Auch danach war alles toll. Am Schulgelände gab es noch eine Treppe – was macht Noeh? Er nimmt einfach meine Hand und fragt, ob ich mitkommen würde. Alles irgendwo Kleinigkeiten, aber es zeigt, dass er mir komplett vertraut und sowas ist einfach unbeschreiblich schön. Als Damion seien fünf Minuten dann für sich hatte, habe ich ihm das Ganze auch nochmal erklärt – dass Noeh doch sein Kumpel ist und ich deshalb auch mit ihm Blödsinn mache – aber Damion immer meine Nummer 1 bleibt. Siehe da – plötzlich konnte ich mit beiden Blödsinn machen.

Der Abschied von Damion war schwer. Diesmal habe nicht ich ihn nach Hause gefahren, sondern Tante Claudia und Onkel Heiko. Ich bin mit ans Auto, wir haben uns ordentlich verabschiedet (Umarmung + Kuss), noch ein paar nette Worte und dann sind sie gefahren. In dem Moment schossen wieder die Tränen in die Augen, sodass ich erstmal einige Zeit alleine, draußen am Restfeuer vom Grill stand. Wie schnell Damion auch mich verändern kann – unglaublich. Egal wie scheiße es mir geht – bisher klappte es immer, lächeln aufsetzen und heile Welt spielen… so langsam tu ich mir da zumindestens wenn es um ihn geht echt schwer. Nachdem ich ja den passwortgeschützten Beitrag schrieb, gibt es nun allerdings doch ein wenig Hoffnung, dass Damion nicht irgendwo in ein Heim kommt. Jetzt wo Claudia das erfahren hat, kann sie sich das plötzlich doch vorstellen, dass er ihn aufnimmt. Man könnte jetzt sauer sein, da sie sowieso Zuhause ist und daher die ganze Zeit die Möglichkeit gehabt hätte – aber eigentlich kann man nur hoffen, dass es wirklich eine Lösung auf Dauer gibt.

Nächstes Wochenende ist der Kleine erstmal bei Marion. Mit der habe ich heute bereits die Nummern getauscht, sodass mir der Kleine auch schreiben, oder mal anrufen kann. Desweiteren werde ich, zusammen mit Jenny und evtl. Basti den Kleinen am Freitag abholen und dann später zu Marion bringen. Sie selbst könnte ihn erst Samstags abholen, da sie bis spät arbeitet und daher die Chance, dass die Drogenbraut noch öffnet sehr gering wäre. Also werde ich ihn wohl am Freitag schon sehen… hoffentlich! Für Samstag ist noch kein fester Plan vorhanden, allerdings steht die Idee im Raum, dass Jenny, Ich und Noeh ihn bei Marion besuchen fahren. Jenny und Ich eigentlich ziemlich wahrscheinlich, Noeh – wenn seine Eltern es eben erlauben.

Nun heißt es erstmal die Woche bis Freitag überstehen, sich nicht zu viele Gedanken zu machen und sich dann wieder zu freuen. Ich liebe dich mein kleiner Bruder :*

Geschützt: November 2017

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